Akademie der Künste. Archiv
Bertolt-Brecht-Archiv
Tel. 49 - 30 / 20057 18 00
Fax 49 - 30 / 20057 18 33
Uta Kohl, Empfang, audiovisuelle Materialien/ Receptionist,
audio-visual material
kohl@adk.de
Dorothee Aders, Handschriften / Manuscripts
aders@adk.de
Elke Pfeil, Fotoarchiv / Photo Archive
pfeil@adk.de
Helgrid Streidt, Bibliothekarin / Librarian
streidt@adk.de
Dr. Erdmut Wizisla, Leiter/ Director
wizisla@adk.de
Öffnungszeiten (opening hours): Dienstag – Freitag ( Tuesday – Friday)
Um Voranmeldung wird gebeten (advance appointments are appreciated)
Das Bertolt-Brecht-Archiv wurde von Helene Weigel am 1. Dezember 1956 gegründet. Bereits wenige Wochen nach Brechts Tod hatte die Witwe des Schriftstellers, Schauspielerin und Intendantin des Berliner Ensembles die Sichtung, Signierung und Verfilmung des umfangreichen Nachlasses veranlaßt. Die Aufbauphase, die wesentlich von dem Theaterwissenschaftler Hans Bunge geprägt ist, war beendet, als das von Herta Ramthun erarbeitete vierbändige Findbuch erschien: Bertolt-Brecht-Archiv. Bestandsverzeichnis des literarischen Nachlasses (Berlin: Aufbau-Verlag 1969-1973). Es wird ergänzt durch weitere Findhilfsmittel wie das als fünfbändiges Typoskript vorliegende Brieffindbuch von Günter Glaeser (1966). 1973 wurde das Archiv von der Akademie der Künste (DDR) übernommen; Gerhard Seidel leitete das Archiv in den Jahren 1978 bis 1992. Heute ist das Bertolt-Brecht-Archiv Teil des Archivs der Akademie der Künste, Berlin, der Leiter des Archivs ist Erdmut Wizisla.
Brecht hat für sein Archiv gute Vorarbeit geleistet. Interessiert am Entstehungsprozeß eines Werkes und skeptisch gegenüber Vorstellungen von "endgültigen" Fassungen, bewahrte er Entwürfe, Skizzen und Varianten seiner Arbeiten auf - auch während der fünfzehnjährigen Exilzeit. Durch eine intensive archivische Sammlungstätigkeit konnte der Bestand im Laufe der Jahre erheblich erweitert werden. Die Anziehungskraft, die das Bertolt-Brecht-Archiv auf Studierende, wissenschaftlich Arbeitende, Theaterleute und andere Interessierte ausübt, beruht sowohl auf dieser reichen überlieferung als auf dem hohen Aufbereitungsgrad. Das Bertolt-Brecht-Archiv, dem seit 1978 das Helene-Weigel-Archiv zugeordnet ist, umfaßt in den Arbeitsbereichen Handschriften und Bibliothek 380.000 Dokumente (Stand: Februar 1997), unter denen hervorzuheben sind: ca. 200.000 Werkhandschriften, Tagebücher und Briefe, Urkunden, darunter Arbeiten von Mitarbeitern und Kollegen wie Margarete Steffin oder Walter Benjamin; die Modellbücher von Brechts Inszenierungen; Fotos; ca. 24.000 Bücher und andere Druckschriften, darunter die wertvolle Nachlaßbibliothek Brechts mit 3.500 Bänden; ca. 113.000 Presseveröffentlichungen; Programmhefte, Theaterplakate, Inszenierungsfotos; Filme, Bild- und Tonträger, Grafik.
Das Archiv steht allen offen, die sich mit Brecht, mit Helene Weigel, mit dem Berliner Ensemble oder mit angrenzenden Themen befassen. Es bietet die sichere Grundlage für Forschungen über Brecht und für die Edition seiner Werke; auf der Basis des Archivs entsteht die neue Brecht-Ausgabe der Verlage Suhrkamp, Frankfurt am Main, und Aufbau, Berlin.
Die Hand- und Druckschriften sind weit erschlossen: Das umfangreiche Archivmaterial ist in einer Einzelblattverzeichnung erfaßt. Manuskripte und Bearbeitungsspuren von Brechts Hand liegen in Transkriptionen vor. Die Aufführungsstatistik und eine Theaterdokumentation informieren über die Brecht-Rezeption auf den Bühnen der Welt. Die Spezialbibliothek sammelt die deutsch- und fremdsprachigen Publikationen von und über Brecht. Ein Katalogsystem eröffnet den detaillierten Zugang zur Sekundärliteratur und zur komplexen Druckgeschichte von Brechts Texten.
Brecht-Weigel-Gedenkstätte
Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel
Apartments of Bertolt Brecht and Helene Weigel
Tel. 49 - 30 / 2830570 - 44
Fax 49 - 30 / 2830570 - 33
Elke Pfeil, Brecht Weigel Museum
pfeil@adk.de
Brechts Wohnung, in der das Bertolt-Brecht-Archiv in seiner Frühphase arbeitete, ist wie die letzte Wohnung Helene Weigels im Originalzustand erhalten geblieben. Seit 1978 sind diese Wohnungen der Öffentlichkeit zugänglich; sie erfreuen sich eines anhaltenden Besucherinteresses. Das Haus Chausseestraße 125 liegt in der Mitte Berlins, am Friedhof der Dorotheenstädtischen Gemeinde, von dem Brecht sagte, daß er "nicht ohne Heiterkeit" sei. Brecht und Weigel fanden hier ihre letzte Ruhestätte; unweit davon liegen die Gräber von Hegel, Fichte, Heinrich Mann, Hanns Eisler, Paul Dessau und Heiner Müller.
Besichtigungen (maximal acht Personen) beginnen zu folgenden Zeiten:
Tours (maximum eight persons) begin at the following times:
Dienstag / Tuesday: 10.00 10.30 11.00 11.30
Mittwoch / Wednesday: 10.00 10.30 11.00 11.30
Donnerstag / Thursday: 10.00 10.30 11.00 11.30 17.00 17.30 18.00 18.30
Freitag / Friday: 10.00 10.30 11.00 11.30
Samstag / Saturday: 9.30 10.00 10.30 11.00 11.30 12.30 13.00 13.30
Sonntag / Sunday: 11.00 12.00 13.00 14.00 15.00 16.00 17.00 18.00
Feiertags geschlossen (closed on public holidays).
(updated: 1 August 2005)
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